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Bezieht sich der Zehnte auf das Brutto- oder Nettoeinkommen ?


Zuvor noch drei Empfehlungen zum Thema des Zehnten:

1. Hat Jesus Christus das Geben des Zehnten als beendet erklärt ?

      Und einige allgemeine Infos zum Zehnten - hier (im Klartext-Punkt 094) erreichst du sie.


2. Wem kann man heutzutage das Geld anvertrauen, ohne dass es "verbrannt" wird ?

      Hier (im Klartext-Punkt 206) zu dieser Frage einige Denkanstöße.


3. „Was, soll ich etwa noch mehr als zehn Prozent geben ?“

      Hier Infos zu diesem Einwand.



Nun zu der Frage:

Bezieht sich der Zehnte auf das Brutto- oder Nettoeinkommen ?

Das Geben des Zehnten ist kein „Muss“ - sondern ein freiwilliger Beweis der Liebe zum Herrn.
Demzufolge kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er (beziehungsweise sie)
vom Brutto- oder Nettoeinkommen den Zehnten gibt.

Natürlich schmerzt das Geben vom Brutto noch mehr, weil der Betrag höher ist.
Das Geben des Zehnten tut den meisten von uns immer weh. Warum ?

Weil oftmals gerade die Menschen ihren Zehnten geben, die finanziell jedes Geldstück
dreimal umdrehen müssen, bevor sie es ausgeben können. Bei den wirklich Reichen
dürfen Gott und Jesus oftmals sowieso nur eine kleine Nebenrolle spielen -
obwohl diese Menschen meist reichlich fromm und religiös "tun".

Aber die Armen klammern sich an den Herrn, weil sie ihn und seine Hilfe brauchen. Deshalb
geben oftmals die Armen den Zehnten reichlich - während die Reichen "andere Sorgen haben"
(beispielsweise die Reparatur ihres Flugzeuges oder der Kauf einer neuen Villa).

In den Ländern Afrikas und Asiens, wo die Menschen wirklich kaum Geld
zur Verfügung haben, wird von vielen Gläubigen der Zehnte gegeben.

Nun aber zu der Frage, ob vom Brutto- oder Nettoeinkommen.

Diese Antwort könnte man ganz kurz formulieren: Je mehr ich den Herrn liebe,
und je mehr ich ihm danken möchte, umso mehr bin ich bereit, ihm zu geben.

Gottes Zehnter bezieht sich auf unsere gesamten Einnahmen. Dabei ist es egal,
ob man dies auf den Monat oder auf das Jahr rechnet. Gott möchte uns prüfen,
ob wir bereit sind, ihn als "Ersten" zu behandeln – oder ob sich Gott in die
Warteschlange einordnen soll (nach dem Vermieter, hinter den Versicherungen,
nach dem Finanzamt, nach den Hobbys und Einkäufen).
Deshalb heißt der Zehnte auch: die Erstlinge.

Wer nur einmal jährlich Gott den Zehnten überweisen würde, derjenige (oder diejenige)
würde Gott ein Jahr lang auf sein Geld warten lassen - also nix mit "Erstlingen".

Deshalb ist die monatliche Überweisung, gleich nach dem Zahltag, die bessere Variante.
Davon 10 Prozent hört sich auch nicht so grausam an, als vom Jahreseinkommen 10 Prozent
(obwohl es letztendlich das gleiche ist). Aber unser menschliches Gehirn mag, wenn es
ums Bezahlen geht, die großen Zahlen nicht. Dies nutzt auch die Werbebranche geschickt,
indem ein Produkt beispielsweise nicht 700,- Euro kostet, sondern lediglich 699,- Euro.

Den Bruttolohn bekommt ein Angestellter nicht in die Hand. Deshalb denken
fast alle Menschen, dass sie vom Nettolohn spenden sollen.
Aber was wäre, wenn du ein Selbstständiger wärst ?

Da kommt bei vielen das Argument: „Na, da trifft es dann keinen Armen.“

Dieser Aussage muss ich widersprechen. Es gibt viele Selbstständige, denen
finanziell "das Wasser bis zum Hals steht". Es sind also nicht alle
Selbstständigen super reich – aber das ist ein anderes Thema.

Nun zurück zu dem Selbstständigen und dem Zehnten: Der Selbstständige hat Einnahmen. Davon werden
seine Ausgaben abgezogen, die notwendig sind, um die Firma am Laufen zu halten. Die Differenz
ist sein Gewinn. Von diesem Gewinn wird (bei einem echten Christen) Gottes Zehnter abgeführt.

Das klingt fast identisch mit dem Angestellten – es ist aber dennoch ein großer Unterschied.
Der Angestellte hat nämlich vom Netto (also von seinem "Gewinn") folgende Abzüge nicht mehr:
Krankenversicherung, Pflegepflichtversicherung, Rentenversicherung und Steuer
(denn dies wurde bereits vom Bruttobetrag durch den Arbeitgeber abgeführt).

Genau genommen hat der Angestellte sogar noch einen Vorteil - und zwar folgenden:
Die Hälfte der fälligen Sozialabgaben übernimmt nämlich der Betrieb. Das heißt:
Die Beträge, die auf dem Lohnschein als Abzüge geschrieben stehen, werden
von der Firma noch einmal in der gleichen Höhe "dazugetan" - und erst dann
als ein Gesamtbetrag an die Sozialversicherung abgeführt.

Der Angestellte "kauft" sich dadurch doppelt soviel soziale Absicherung, wie er selbst in Form
von Abzügen "bezahlt". (Das merkt er an der Höhe des Krankengeldes, oder an der Rentenhöhe.)

Aber der Selbstständige muss seinen Gewinn wie einen Bruttolohn ansehen, denn von diesem Gewinn bezahlt
er die soeben genannten Abzüge (aber vollkommen alleine – ihm hilft dabei kein Arbeitgeber
durch Zugabe von 50 Prozent). Der Selbstständige bezahlt also Gottes Zehnten vom Brutto.

Was wäre, wenn wir in unserem Land dieses "Pflicht"-Sozialsystem nicht hätten ?
Dann würden wir zwar zunächst erst einmal wesentlich mehr Geld "auf die Hand" bekommen –
aber wir müssten danach selbst die Krankenversicherung, Pflegepflichtversicherung,
Arbeitslosenversicherung und die Rentenversicherung bezahlen.
Wir würden uns also eine gewisse Absicherung selbst "kaufen".

Vor dem "Kaufen" ist aber stets Gott dran. Er möchte der Erste sein.

Also wäre es logischerweise sinnvoll, dem Herrn vom Brutto den Zehnten abzuführen
(so, wie es der Selbstständige macht – wenn er es Gott gegenüber ehrlich meint).

Als ich noch als Angestellter arbeitete, betraf mich diese Entscheidung auch. Aber ich
hatte mich für die ehrliche und Gott gegenüber großzügigere Version entschieden,
obwohl es für mich mit sehr hartem und schmerzlichem Verzicht verbunden war.

Ich gab Gott immer vom Bruttolohn den Zehnten.

Heute, als Selbstständiger, hat sich für mich die Frage sowieso erledigt,
denn ich "muss" vom Brutto dem Herrn seinen Zehnten geben.

"Muss" ist ein Wort, das unser Kopf sofort in Verbindung mit "Zwang" bringt.
Aber die Abgabe des Zehnten ist kein Zwang, sondern eine Prüfung des Herrn:
Sind wir bereit, ihn an die erste Stelle zu setzen –
oder ist uns unser Lebensstandard wichtiger ?


Diese Frage muss jeder Mensch für sich selbst beantworten. Ob die Antwort allerdings
in Gottes Ohren gut klingt, das wird er (oder sie) erst am Jüngsten Tag feststellen.

Viele Menschen denken, dass sie auf dem richtigen Weg gehen – aber sie irren sich.

„Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.“
(Sprüche 14/12 und Sprüche 16/25)

Um gleich vorzubeugen, damit ich nicht eine "böse" E-Mail von dir bekomme, in der
du fragst, ob man durch das Nicht-Geben des Zehnten in die Hölle "wandert":

Niemand wird in die Hölle geworfen, nur weil er (oder sie) den Zehnten nicht gibt.
Aber im Klartext-Punkt 023 erfährst du, dass Gott uns
während unseres Erdenlebens beobachtet und prüft.

Wer sich um das Geben des Zehnten "herummogelt", wird auch sonst durch sein tägliches
Verhalten nicht allzu viel Begeisterung für den Herrn unter Beweis stellen.

Deshalb warnt uns Jesus Christus in der Offenbarung mit knallharten Worten:

„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist.“
(Wenn du Jesu Worte nicht mit Begeisterung in die Tat umsetzt,
dann verhältst du dich in seinen Augen lau.)
„Weil du aber lau bist ...
werde ich dich ausspeien
(ausspucken)
aus meinem Munde.“ (Deshalb will ich dich nicht in meinem Reich.)
(Offenbarung 3/15-16)

Lies bitte auch den Klartext-Punkt 019 zum Thema Begeisterung.




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